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Weihnachten

Schöne Weihnachtsgedichte & Adventsgedichte für eure Karten

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Ihr wollt eure Weihnachtskarten noch ein bisschen besinnlicher und festlicher gestalten? Dann solltet ihr eines der vielen Weihnachtsgedichte  integrieren, die wir hier für für euch zusammengestellt haben. Entweder setzt ihr das Weihnachtsgedicht direkt als Textelement in die Karten ein, während ihr diese online gestaltet, oder ihr ergänzt sie nachträglich handschriftlich, um eure Lieben mit ganz besonders herzlicher und persönlicher Weihnachtspost zu grüßen.

WEIHNACHTSLIED

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte 
ein milder Stern herniederlacht; 
vom Tannenwalde steigen Düfte 
und hauchen durch die Winterlüfte, 
und kerzenhelle wird die Nacht.
Ferdinand von Saar

Wissenswertes über Weihnachtsgedichte

Sie versetzen uns in weihnachtliche Stimmung, vermitteln uns universelle und zeitlose Lehren, berühren uns mit kunstvollen Reimschemata und erinnern uns an Kindheitstage: schöne, klassische Weihnachtsgedichte. Auch und gerade weil die Dichtkunst heute nicht mehr so gepflegt wird, genießen wir die besten Verse aus vergangenen Zeiten und schwelgen in Nostalgie. Dabei können Weihnachtsgedichte ganz unterschiedlichen Zwecken dienen. Sei es als Unterhaltungseinlage am heiligen Abend, wenn die Kinder sie feierlich unterm Christbaum aufsagen, als Einstimmung aufs Fest, wenn sie von Oma oder Opa am Nachmittag vorgelesen werden oder als besonders stilvolle Ergänzung eurer mit Liebe gestalteten Weihnachtskarten. Kurzum: Weihnachtsgedichte sollte einfach jeder kennen - denn sie gehören zu Weihnachten wie Plätzchen, Geschenke und das Christkind!

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Kurze Weihnachtsgedichte

In der Kürze liegt die Würze - vor allem, was Weihnachtsgedichte anbelangt. Diese kurzen Weihnachtsgedichte haben auf der kleinsten Karte Platz und verzaubern die Empfänger:innen mit ihrem ganz eigenen Zauber:

BRICH AN, DU SCHÖNES MORGENLICHT

Brich an, du schönes Morgenlicht! 
Das ist der alte Morgen nicht, der täglich wiederkehret. 
Es ist ein Leuchten in der Fern', 
e
s ist ein Schimmer, ist ein Stern, 
v
on dem ich längst gehöret.
Max von Schenkendorf
Advent, Advent, 
ein Lichtlein brennt. 
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier: 
Dann steht das Christkind vor der Tür.
Volksgut
WEIHNACHTEN

Noch einmal ein Weihnachtsfest, 
immer kleiner wird der Rest, 
a
ber nehm ich so die Summe, 
a
lles Grade, alles Krumme, 
al
les Falsche, alles Rechte, 
a
lles Gute, alles Schlechte – 
rechnet sich aus all dem Braus 
d
och ein richtig Leben heraus. 
Und dies können ist das Beste 
w
ohl bei diesem Weihnachtsfeste.
Theodor Fontane
VORFREUDE AUF WEIHNACHTEN

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes alle unfeindlich sind - einmal im Jahr! Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie's allen einmal war. 
Joachim Ringelnatz
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Besinnliche Weihnachtsgedichte

Poetische und besinnliche Weihnachtsgedichte, die die ganze Magie des Fests der Liebe zum Ausdruck bringen, sind einfach perfekt geeignet, um den Leser oder die Leserin in Weihnachtsstimmung zu versetzen:

ADVENT

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
Rainer Maria Rilke
NOCH IST DER HERBST NICHT GANZ ENTFLOHN

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn, 
aber als Knecht Ruprecht schon 
kommt der Winter hergeschritten, 
und alsbald aus Schnees Mitten 
klingt des Schlitten Glöckleins Ton.
 Und was jüngst noch, fern und nah, 
bunt auf uns herniedersah, 
weiß sind Türme, Dächer, Zweige, 
und das Jahr geht auf die Neige, 
und das schönste Fest ist da.
 
Theodor Fontane
CHRISTBAUM

Hörst auch du die leisen Stimmen aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete aus den Tannenzweiglein singen?
Hörst auch du das schüchternfrohe, helle Kinderlachen klingen?Schaust auch du den stillen Engel mit den reinen, weißen Schwingen? 
Schaust auch du dich selber wieder 
fern und fremd nur wie im Traume? 
Grüßt auch dich mit Märchenaugen 
deine Kindheit aus dem Baume?
Ada Christen
BETHLEHEM UND GOLGATHA

Er ist in Bethlehem geboren, der uns das Leben hat gebracht, 
und Golgatha hat er erkoren, 
durchs Kreuz zu brechen Todes Macht. Ich fuhr vom abendlichen Strande hinaus, hin durch die Morgenlande; und Größeres ich nirgends sah 
als Bethlehem und Golgatha.
 
Wie sind die sieben Wunderwerke der alten Welt dahingerafft, 
wie ist der Trotz der ird'schen Stärke 
erlegen vor der Himmelskraft! Ich sah sie, wo ich mochte wallen, in ihre Trümmer hingefallen, 
und steh'n in stiller Gloria 
nur Bethlehem und Golgatha. 
O Herz, was hilft es, dass du kniest 
an seiner Wieg' im fremden Land! 
Was hilft es, dass du staunend siehst 
das Grab, aus dem er längst erstand! Dass er in dir geboren werde und dass du sterbest dieser Erde und lebest ihm, nur dieses ja 
ist Bethlehem und Golgatha.
Friedrich Rückert
CHRISTBAUM

Der Winter ist ein karger Mann, 
er hat von Schnee ein Röcklein an;
zwei Schuh von Eis 
sind nicht zu heiß;
von rauhem Reif eine Mütze 
macht auch nur wenig Hitze. 
 Er klagt: „Verarmt ist Feld und Flur!" 
Den grünen Christbaum hat er nur;
den trägt er aus in jedes Haus, in Hütten und Königshallen:
den schönsten Strauß von allen!
Friedrich Wilhelm Weber
CHRISTNACHT

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
senkst du herab dich, o heilige Nacht;
was durch Jahrhunderte alles zerstoben,
du noch bewahrst deine leuchtende Pracht.

Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
wird er doch immer aufs Neue geboren,
nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.


Selig durchschauernd kindliche Herzen,
bist du des Glaubens süßester Rest;
fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
bist du das schönste, menschlichste Fest.
Ferdinand von Saar
Eine blütenweiße Decke schwebt herab vom Himmelszelt 
zaubert sanft in aller Stille eine zarte Märchenwelt. 
Hörst du auch im Wald die Tannen? 
Eine raunt der anderen zu, 
"Schon sehr bald ist wieder Weihnacht, 
endlich kommt das Land zur Ruh!" 
Fenster strahlen hell erleuchtet, Feuer knistert im Kamin. 
Spür das Glück ganz tief im Herzen, weil ich hier zu Hause bin.
die kartenmacherei
CHRISTNACHT

Es steht ein Stern verloren hoch über einem Haus; 
d
rin ist ein Kind geboren: Ein Licht geht von ihm aus.
 
Von wenigen vernommen, tönt eine Botschaft fern: 
Die Weisen und die Frommen v
erkünden jenen Stern.
 
Da lauschen alle Ohren, zu denen Kunde dringt: 
Wo ist der Mensch geboren, d
er mir Erlösung bringt?
 
Die Stätte zu betreten, welch Weges muss ich zieh'n? 
Das Wunder anzubeten, w
o gläubig niederknien?
 
Hedwig Lachmann
DER TRAUM

Ich lag und schlief; da träumte mir ein wunderschöner Traum:            Es stand auf unserm Tisch vor mir ein hoher Weihnachtsbaum. Und bunte Lichter ohne Zahl, die brannten ringsumher; 
die Zweige waren allzumal 
von goldnen Äpfeln schwer. Und Zuckerpuppen hingen dran; das war mal eine Pracht!
Da gab's, was ich nur wünschen kann 
und was mir Freude macht. Und als ich nach dem Baume sah und ganz verwundert stand, 
nach einem Apfel griff ich da, 
und alles, alles schwand. Da wacht' ich auf aus meinem Traum, und dunkel war's um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum, 
sag an, wo find' ich dich?
Heinrich Hoffmann von Fallersleben
DIE HEILIGE NACHT

So war der Herr Jesus geboren im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren, den Reichen war's warm gemacht. 
 Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd, sie haben kein Geld besessen,
sie haben sich wohl geplagt. 
 
Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh, dass sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh. 

Die Engel, die haben gesungen, dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen und haben es angesehn.                  
Die Hirten, die will es erbarmen, wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G'schicht für die Armen, kein Reicher war nicht dabei.
<Ludwig Thoma
DER WEIHNACHTSBAUM

Schön ist im Frühling die blühende Linde, 
bienendurchsummt und rauschend im Winde, 
hold von lieblichen Düften umweht; schön ist im Sommer die ragende Eiche, 
die riesenhafte, titanengleiche, 
die da in Wettern und Stürmen besteht;
 
Schön ist im Herbste des Apfelbaums Krone, 
die sich dem fleißigen Pfleger zum Lohne 
beugt von goldener Früchte Pracht;
 aber noch schöner weiß ich ein Bäumchen, 
das gar so lieblich ins ärmlichste Räumchen 
strahlt in der eisigen Winternacht.
 
Keiner kann mir ein schöneres zeigen: 
Lichter blinken in seinen Zweigen, 
goldene Äpfel in seinem Geist,
 und mit schimmernden Sternen und Kränzen 
sieht man ihn leuchten, sieht man ihn glänzen 
anmutsvoll zum lieblichsten Fest.
 
Von seinen Zweigen ein träumerisch Düften 
weihrauchwolkig weht in den Lüften, 
füllet mit süßer Ahnung den Raum!
 Dieser will uns am besten gefallen, 
ihn verehren wir jauchzend vor allen, 
ihn, den herrlichen Weihnachtsbaum!
Heinrich Seidel
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Weihnachtsgedichte für Kinder

Auch die Kleinsten haben ein gutes Gespür für feine Verse. Diese Weihnachtsgedichte für Kinder lassen sich auch schnell auswendiglernen und können von den Jüngsten der ganzen Familie unterm Weihnachtsbaum rezitiert werden:

DAS WEIHNACHTSBÄUMLEIN

Es war einmal ein Tännelein 
mit braunen Kuchenherzlein 
und Glitzergold und Äpflein fein 
und vielen bunten Kerzlein: 
Das war am Weihnachtsfest so grün 
als fing es eben an zu blüh'n. 

Doch nach nicht gar zu langer Zeit, 
da stand's im Garten unten, 
und seine ganze Herrlichkeit 
war, ach, dahingeschwunden. 
Die grünen Nadeln war'n verdorrt, 
die Herzlein und die Kerzlein fort. 
 Bis eines Tags der Gärtner kam, 
den fror zu Haus im Dunkeln, 
und es in seinen Ofen nahm -
Hei! Tat's da sprüh'n und funkeln! 
Und flammte jubelnd himmelwärts 
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.
Christian Morgenstern
Draußen ist es schon sehr kalt 
und der Weihnachtsmann kommt bald, 
aufgeregt zählst du die Tage, 
sicher stellst du dir die Frage, 
hat er was für dich dabei? 
 Ein Geschenk, vielleicht auch zwei? Bestimmt hat er an dich gedacht 
und legt dir in der Weihnachtsnacht 
etwas unter deinen Baum! 
Kannst du ihn sehn in deinem Traum?
 
Doch sorg auch liebevoll für ihn, 
stell ihm ein paar Plätzchen hin, 
und ein Leckerli zum Fressen 
für die Tiere nicht vergessen! 
Denn das Schönste ist beim Schenken, 
dass wir auch an andere denken!
die kartenmacherei
KNECHT RUPRECHT

Draußen weht es bitterkalt, 
wer kommt da durch den Winterwald?
Stippstapp, stippstapp und huckepack.
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack. 
Was ist denn in dem Sacke drin? 
Äpfel, Mandeln und Rosin’ 
und schöne Zuckerrosen, 
auch Pfeffernüss’ fürs gute Kind; 
die andern, die nicht artig sind, 
klopft er auf die Hosen.
Martin Boelitz
VOM CHRISTKIND

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen! 
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee, 
mit rotgefrorenem Näschen. 
 Die kleinen Hände taten ihm weh, 
denn es trug einen Sack, der war gar schwer, 
schleppte und polterte hinter ihm her. 
Was drin war, möchtet ihr wissen? 
 
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack - 
denkt ihr, er wäre offen der Sack? 
Zugebunden bis obenhin! 
Doch war gewiss etwas Schönes drin! 
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!
Anna Ritter
NUN LEUCHTEN WIEDER DIE WEIHNACHTSKERZEN

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen 
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen, 
was sollen wir singen, was sollen wir sagen? 
 Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste 
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben 
und wollen euch immer noch lieber haben.
Gustav Falke
DIE NACHT VOR DEM HEILIGEN ABEND

Die Nacht vor dem Heiligen Abend, da liegen die Kinder im Traum. 
Sie träumen von schönen Sachen 
und von dem Weihnachtsbaum. Und während sie schlafen und träumen, wird es am Himmel klar, 
und durch den Himmel fliegen 
drei Engel wunderbar. 
Robert Reinick
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Schöne Poesie zur Weihnachtszeit

Schöne Weihnachtsgedichte, die mit gekonnten Reimen und einer berührenden Botschaft die Menschen seit vielen, vielen Jahren begeistern, sind eine zeitlose und wundervolle Ergänzung auf euren Karten.

DIE WEISSE WEIHNACHTSROSE

Wenn über Wege tief beschneit 
der Schlitten lustig rennt, 
im Spätjahr in der Dämmerzeit, 
die Wochen im Advent, 
 wenn aus dem Schnee das junge Reh 
sich Kräuter sucht und Moose, 
blüht unverdorrt im Frost noch fort 
die weiße Weihnachtsrose.
 
Kein Blümchen sonst auf weiter Flur; 
in ihrem Dornenkleid 
nur sie, die niedre Distel nur 
trotz allem Winterleid; 
 
das macht, sie will erwarten still, 
bis sich die Sonne wendet, 
damit sie weiß, dass Schnee und Eis 
auch diesmal wieder endet.
 
Doch ist’s geschehn, nimmt fühlbar kaum 
der Nächte Dunkel ab, 
dann sinkt mit einem Hoffnungstraum 
auch sie zurück ins Grab. 
 
Nun schläft sie gern; sie hat von fern 
des Frühlings Gruß vernommen, 
und o wie bald wird glanzumwallt 
er sie zu wecken kommen.
 
Hermann Lingg
DIE HEILIGEN DREI KÖNIGE

Die heil'gen Drei Könige aus dem Morgenland, sie frugen in jedem Städtchen: 
"Wo geht der Weg nach Bethlehem, 
ihr lieben Buben und Mädchen?" 
Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht, 
die Könige zogen weiter, 
sie folgten einem goldenen Stern, 
der leuchtete lieblich und heiter. 
Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus, 
da sind sie hineingegangen; 
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie, 
die heil'gen Drei Könige sangen.
Heinrich Heine
DIE HEILIGE NACHT

Gesegnet sei die heilige Nacht, 
die uns das Licht der Welt gebracht! - wohl unterm lieben Himmelszelt 
die Hirten lagen auf dem Feld.
 Ein Engel Gottes, licht und klar, 
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.
 Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: „Fürchtet euch nicht!"
 "Ich verkünd euch große Freud: 
Der Heiland ist geboren heut."
Da gehn die Hirten hin in Eil, 
zu schaun mit Augen das ewig Heil;       
zu singen dem süßen Gast Willkomm, 
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.
 Bald kommen auch gezogen fern 
die heilgen drei König' mit ihrem Stern.
 Sie knieen vor dem Kindlein hold, 
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.
 Vom Himmel hoch der Engel Heer 
frohlocket: "Gott in der Höh sei Ehr!"
 
Eduard Mörike
DER STERN

Hätt einer auch fast mehr Verstand 
als wie die drei Weisen aus Morgenland 
und ließe sich dünken, er wär wohl nie 
dem Sternlein nachgereist wie sie; 
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest 
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt, 
ällt auch auf sein verständig Gesicht, 
er mag es merken oder nicht, 
ein freundlicher Strahl 
d
es Wundersternes von dazumal.
Wilhelm Busch
DAS WUNDER DER HEILIGEN NACHT

Weihnachten ist das große Wunder 
der vergebenden Gnade Gottes 
den verlorenen Leuten bietet er ewiges Leben.
 Das ist das Wunder der Heiligen Weihnacht, 
dass ein hilfloses Kind unser aller Helfer wird.
 
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht, 
dass in die Dunkelheit der Erde die helle Sonne scheint.
 
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht, 
dass traurige Leute ganz fröhlich werden können.
 
Das ist das Wunder der Heiligen Nacht: Das Kind nimmt unser Leben in seine Hände, um es niemals wieder loszulassen.
Friedrich von Bodelschwingh
EIN LICHT, DAS LEUCHTEN WILL

Ein Licht, das leuchten will, muss sich verzehren; 
Trost, Licht und Wärme spendend, stirbt es still. 
Ein Licht, das leuchten will, kann nichts begehren, 
als dort zu stehen, wo's der Meister will.
 Ein Licht, das leuchten will, dem muss genügen, 
dass man das Licht nicht achtet, nur den Schein.
Ein Licht, das leuchten will, muss sich drein fügen, 
für andre Kraft und für sich nichts zu sein.
 
Ein Licht, das leuchten will, darf auch nicht fragen, 
ob's vielen leuchtet oder einem nur. 
Ein Licht, das leuchten will, muss Strahlen tragen, 
wo man es braucht, da lässt es seine Spur.
 
Ein Licht, das leuchten will in Meisters Händen, 
es ist ja nichts, als nur ein Widerschein; 
des ew'gen Lichtes Glanz darf es uns spenden, 
ein Licht, das leuchten will für Gott allein.
Hedwig von Redern
NUN WANDELT AUF VERSCHNEITEN WEGEN

Nun wandelt auf verschneiten Wegen 
die Friedensbotschaft durch die Welt; 
aus Ewigkeit ein lichter Segen 
in das Gewühl des Tages fällt. 

Schon blinkt die Nacht, die Glocken schwingen, 
und willig macht die Menschheit halt; 
das wilde Drängen, Hasten, Ringen 
entschläft; der wüste Lärm verschallt.

Ein Opferduft aus Tannenzweigen, 
ein Wunderbaum mit Sternenpracht, 
und um den Baum ein Jubelreigen -
das ist das Fest, von Gott gemacht.

O holder Traum, lass dich genießen: 
dass alles glücklich, gut und fromm! 
Dann mag die Seligkeit zerfließen, 
der alte Kampfplatz winken: Komm!
Victor Blüthgen
ES IST ADVENT

Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;
der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.
Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent! Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;
das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;
das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent! 
Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachtsfrühlingstunde!
Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!
Du Morgenstrahl von Gott gesandt! Es ist Advent!
Friedrich Wilhelm Kritzinger
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Bekannte Weihnachtsgedichte

Manche Weihnachtsgedichte wecken einfach schöne Kindheitserinnerungen in uns. Versetzt die Empfänger:innen eurer Weihnachtsgrüße mit allseits bekannten und beliebten Gedichten in nostalgische Stimmung:

O SCHÖNE, HERRLICHE WEIHNACHTSZEIT

O schöne, herrliche Weihnachtszeit, 
was bringst du Lust und Fröhlichkeit! 
Wenn der heilige Christ in jedem Haus 
teilt seine lieben Gaben aus.
 Und ist das Häuschen noch so klein, 
so kommt der heilige Christ hinein, 
und alle sind ihm lieb wie die Seinen, 
die Armen und Reichen, die Großen 
und Kleinen.
 
Der heilige Christ an alle denkt, 
ein jedes wird von ihm beschenkt. 
Drum lasst uns freu'n und dankbar sein! 
Er denkt auch unser, mein und dein.
Heinrich Hoffmann von Fallersleben
DAS WEIHNACHTSFEST

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und kerzenhelle wird die Nacht. 
 Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit! 
Ich höre fernher Kirchenglocken,
in märchenstiller Herrlichkeit. 
 
Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muss ich stehn, 
es sinkt auf meine Augenlider,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.
Theodor Storm
WEIHNACHTEN

Markt und Straßen stehn verlassen, 
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh’ ich durch die Gassen, 
alles sieht so festlich aus. 
 An den Fenstern haben Frauen 
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen, 
sind so wunderstill beglückt. 
 
Und ich wandre aus den Mauern 
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt! 
 
Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schneees Einsamkeit 
steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!
Joseph von Eichendorff
WEIHNACHTEN

Bäume leuchtend, Bäume blendend, 
überall das Süße spendend,      
i
n dem Glanze sich bewegend, 
a
lt und junges Herz erregend - 
s
olch ein Fest ist uns bescheret, 
m
ancher Gaben Schmuck verehret; 
s
taunend schaun wir auf und nieder, 
h
in und her und immer wieder.
Aber, Fürst, wenn dir's begegnet 
und ein Abend so dich segnet, 
dass als Lichter, dass als Flammen 
vor dir glänzten allzusammen.
Alles, was du ausgerichtet, 
alle, die sich dir verpflichtet: 
mit erhöhten Geistesblicken 
fühltest herrliches Entzücken.
Johann Wolfgang von Goethe
SCHENKEN

Schenke groß oder klein, 
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen, 
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
 Schenke dabei was in dir wohnt 
a
n Meinung, Geschmack und Humor, 
s
o dass die eigene Freude zuvor 
d
ich reichlich belohnt. 
 
Schenke mit Geist ohne List. 
Sei eingedenk, d
ass dein Geschenk 
d
u selber bist.
Joachim Ringelnatz
WEIHNACHTEN

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
Der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war's; durch alle Gassen scholl
Der Kinderjubel und des Markts Gebraus.
 Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
Drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
»Kauft, lieber Herr!« Ein magres Händchen hielt
Feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.
 
Ich schrak empor, und beim Laternenschein
Sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
Wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
Erkannt ich im Vorübertreiben nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß, 
noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
“Kauft, lieber Herr!" den Ruf ohn Unterlass; 
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.
 
Und ich? - war's Ungeschick, war es die Scham, 
a
m Weg zu handeln mit dem Bettelkind? 
Eh meine Hand zu meiner Börse kam, 
v
erscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.
 
Doch als ich endlich war mit mir allein, 
e
rfasste mich die Angst im Herzen so, 
a
ls säß mein eigen Kind auf jenem Stein 
u
nd schrie nach Brot, indessen ich entfloh.
Theodor Storm
IHR KINDERLEIN KOMMET

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all'!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall.

Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht

der Vater im Himmel für Freude uns macht.
O seht in der Krippe im nächtlichen Stall, 
s
eht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
 
In reinlichen Windeln das himmlische Kind, 
v
iel schöner und holder, als Englein es sind.
Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh;

Maria und Joseph betrachten es froh.

Die redlichen Hirten knien betend davor, 
h
och oben schwebt jubelnd der himmlische Chor. 

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,

erhebet die Händlein und danket wie sie.

Stimmt freudig, ihr Kinder - wer sollt' sich nicht freu'n? -

Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!
 
Was geben wir Kinder, was schenken wir dir, 
d
u bestes und liebstes der Kinder, dafür?
Nichts willst du von Schätzen und Reichtum der Welt, 
ein Herz nur voll Demut allein dir gefällt.
Peter Schulz Johann Abraham
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Lustige Verse zu Weihnachten

Auch oder gerade in der Weihnachtszeit darf man den Humor nicht verlieren. Wenn euch die klassischen Weihnachtsgedichte zu getragen und besinnlich sind, dann sind vielleicht bei diesen Texten passende Weihnachtsgedichte für euch dabei:

König Nussknacker, so heiß ich. 
 Harte Nüsse, die zerbeiß ich. 
Süße Kerne schluck ich fleißig; 
d
och die Schalen, ei, 
die schmeiß ich l
ieber andern hin, 
weil ich König bin.
 
Aber seid nicht bang! 
Zwar mein Bart ist lang 
u
nd mein Kopf ist dick 
u
nd gar wild mein Blick; 
d
och was tut denn das? 
 
Tu kei'm Menschen was, 
b
in im Herzensgrund, 
t
rotz dem großen Mund, 
g
anz ein guter Jung, 
li
eb Veränderung, 
amüsier mich gern 
w
ie die großen Herrn. 
 
Arbeit wird mir schwer, 
u
nd dann mag ich sehr 
f
rommen Kindersinn, 
w
eil ich König bin.
Heinrich Hoffmann
DER SCHNEEMANN

Ein Schneemann stand im Tannenwald 
ganz einsam und allein, 
sogar für ihn war’s viel zu kalt 
und finster obendrein.
 
Du armes Kerlchen, dachte ich, 
und nahm ihn mit zu mir, 
jetzt steht er hier mit rotem Schal 
direkt vor meiner Tür.
 
Zufrieden blinzelt er mir zu 
aus dem verschneiten Garten, 
g
emeinsam werden wir (wie du) 
den Weihnachtsmann erwarten!
die kartenmacherei
DER WEIHNACHTSSCHRECK

Der Weihnachtsmann stellt fest – oh Schreck – 
beim allerletzten Rentier-Check 
ist eins von ihnen plötzlich weg. 
Alle anderen stehen da 
treu und brav wie jedes Jahr.
 Der Schlitten ist bedenklich schwer, 
die Zeit, sie drängt nun wirklich sehr, 
ein Ersatz muss schnellstens her, 
denn, so viel ist allen klar, 
das Weihnachtsfest ist in Gefahr.
 
Ein Hufgetrappel, Gott sei Dank, 
es läuft so komisch… ist es krank…?
Und seine Augen sind so blank…? 
Ach, es erfüllte sich den Wunsch 
nach einem Topf voll Wichtelpunsch.
 
Am Himmel gibt’s, das ist das Tolle, 
zum Glück keine Verkehrskontrolle.
die kartenmacherei
EINSIEDLERS HEILIGER ABEND

Ich hab’ in den Weihnachtstagen –
ich weiß auch, warum –
mir selbst einen Christbaum geschlagen, 
der ist ganz verkrüppelt und krumm. 
 Ich bohrte ein Loch in die Diele 
und steckte ihn da hinein 
und stellte rings um ihn viele 
Flaschen Burgunderwein. 
 
Und zierte, um Baumschmuck und Lichter 
zu sparen, ihn abends noch spät 
mit Löffeln, Gabeln und Trichter 
und anderem blanken Gerät. 

Ic
h kochte zur heiligen Stunde 
mir Erbsensuppe und Speck 
und gab meinem fröhlichen Hunde Gulasch 
und litt seinen Dreck. 
 
Und sang aus burgundernder Kehle 
das Pfannenflickerlied.
Und pries mit bewundernder Seele 
alles das, was ich mied. 
 
Es glimmte petroleumbetrunken 
später der Lampendocht.
Ich saß in Gedanken versunken. 
Da hat’s an der Tür gepocht. 
 
Und pochte wieder und wieder. 
Es konnte das Christkind sein.
Und klang’s nicht wie Weihnachtslieder?
Ich aber rief nicht: “Herein!” 
 
Ich zog mich aus und ging leise 
zu Bett, ohne Angst, ohne Spott, 
und dankte auf krumme Weise 
lallend dem lieben Gott.
Joachim Ringelnatz
DER WEIHNACHTSMANN

Gib acht, mein lieber Weihnachtsmann, 
iss bloß nicht zu viel Marzipan, 
ich will dich ganz bestimmt nicht kränken, 
doch du musst an dein Bäuchlein denken: 
Denn bleibst du stecken im Kamin, 
ist das Weihnachtsfest dahin. 
A
us diesem Grunde rat ich dir, 
schenk’s doch einfach lieber mir!
die kartenmacherei

Wir hoffen, unsere besinnlichen, schönen oder auch kurzen Weihnachtsgedichte, konnte euch Ideen und Inspiration für eure Weihnachtspost geben. Wenn ihr noch weitere Vorlagen für eure Karten braucht, dann schaut auch unbedingt die 50 schönsten Weihnachtssprüche an!

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