Kernaussagen

  • Kennenlernen

    „Immer mehr Paare finden über das Internet und Dating-Apps die große Liebe.“

    Wie Paare zueinander finden, ist je nach Altersgruppe unterschiedlich. Zwar lernen sich in allen Altersgruppen die meisten Paare über den Freundeskreis kennen (28 Prozent), dennoch nimmt der Prozentsatz mit zunehmendem Alter zu (30 Prozent bei 41- bis 50-Jährigen). Bei 36- bis 40-Jährigen spielen das Internet und Dating Apps eine zunehmend wichtigere Rolle, so haben sich 43 Prozent der Paare digital kennengelernt. Bei den Befragten über 40 Jahren lernten sich 35 Prozent der Paare online beziehungsweise per App kennen.

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  • Heiratsgründe

    „Steuerliche Vorteile spielen für 80 Prozent der Paare keine wichtige Rolle.“

    Die Deutschen heiraten aus Liebe. So geben 97 Prozent der Befragten an, die Ehe als Symbol für Liebe und Zusammengehörigkeit sei ein wichtiger bis sehr wichtiger Grund für die Hochzeit. Doch auch rationale Heiratsgründe sind den Deutschen wichtig: 55 Prozent der Ehepaare heiraten aufgrund von rechtlichen Vertretungsvollmachten. Religion hingegen ist laut den Ergebnissen der am wenigsten relevante Heiratsgrund: Für 67 Prozent der Befragten ist sie unwichtig.

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  • Trauung

    „Freie Trauungen sind weiterhin im Kommen.“

    Im Corona Jahr 2020 haben nur 16 Prozent der Paare kirchlich geheiratet. Besonders hoch sind die Zahlen der kirchlichen Trauungen in Nordrhein-Westfalen (20 Prozent), Bayern und Baden-Württemberg (jeweils 19 Prozent). In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hingegen heiraten Paare ohne Gottes Segen. Angestiegen ist dafür die Zahl der freien Trauungen. Ganze 11 Prozent der BerlinerInnen entschieden sich für einen freien Redner.

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  • Finanzierung

    „93 Prozent der Paare finanzieren ihren großen Tag aus eigener Tasche.“

    Selbst ist der Mann – und auch die Frau. 93 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit zumindest zum Teil selbst finanziert zu haben, letztes Jahr waren es noch 92 Prozent. Etwa ein Fünftel (21 Prozent) erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung von den Eltern der Braut und 17 Prozent von den Eltern des Bräutigams. Drei Prozent der Befragten waren bei der Finanzierung der Hochzeit auf einen Kredit angewiesen, mit dem sie für Location, Catering, Hochzeitskarten und mehr aufkamen. Das sind vier Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

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  • Budget

    „Deutsche geben weniger aus als im Vorjahr: durchschnittlich 1.000 bis 15.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben.“

    Für den schönsten Tag im Leben greifen Brautpaare weiterhin tief in die Tasche: 19 Prozent der Befragten geben an, zwischen 1.000 bis 4.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben. Weitere 19 Prozent investieren sogar 10.000 bis 15.000 Euro in ihre Hochzeit, richtig krachen lassen es ca. fünf Prozent der Paare: Sie geben über 20.000 Euro für ihren besonderen Tag aus. Im Vergleich zum Vorjahr geben Paare jedoch deutlich weniger aus. 35 Prozent der Paare zahlten zwischen 6.000 – 15.000 Euro. Ein Indiz für die Auswirkungen der Corona Pandemie?

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  • Tabus

    „Weiterhin: Absolutes No-Go auf der Hochzeit ist der Gast im weißen Kleid.“

    Für über die Hälfte der Befragten ist ein Gast im weißen Kleid ein absolutes Tabu auf der Hochzeitsfeier. Überraschend: 20 Prozent stören sich nicht an Gästen in weißen Kleidern. Zu weiteren No-Gos zählen geltungsbedürftige oder nicht tanzende Gäste, Langeweile und peinliche Reden.

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  • Hochzeiten in Corona-Zeiten

    „Findet meine Hochzeit überhaupt statt? 72 Prozent der Hochzeiten geprägt von Unsicherheit.”

    Der Hochzeitstermin steht, und das bei den meisten Paaren schon seit über einem Jahr. Einladungen sind verschickt, Locations gebucht, das Menü ist verkostet – doch in 2020 bangten 72 Prozent der Paare, ob ihre Hochzeit am geplanten Datum überhaupt stattfindet. 47 Prozent der Paare bescherte die Kürzung der Gästeliste schlaflose Nächte. Eine weitere Herausforderung: das Corona-Regelwerk. 66 Prozent empfinden das Einhalten von Hygienekonzepten und Abstandsregeln während der Hochzeit als Unsicherheitsfaktor. Und das hat Konsequenzen: Ganze 35 Prozent spüren keine Vorfreude mehr beim Gedanken an die eigene Hochzeit. Auch monetären Einfluss hatte die Corona-Krise auf die Brautpaare. 15 Prozent der Paare hatten sogar mehr als 1.000 Euro Einbußen zu vermerken.

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Whitepaper

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Infografik

Alle Studienergebnisse auf einen Blick.

Hochzeiten in Corona-Zeiten

Kopfzerbrechen für 72 Prozent der Paare

Das Corona-Virus sorgt weiterhin bei vielen Paaren für Verunsicherung, ob ihre Hochzeit stattfinden kann. Denn Fakt ist, 35 Prozent haben ihre Hochzeitsvorfreude verloren. Kann die Hochzeit stattfinden? 72 Prozent sind darüber weiterhin verunsichert. Wer darf kommen? 47 Prozent der Paare haben ihre Gästeliste angepasst. Monetäre Verluste gehen in den 4-stelligen Bereich! Speziell für die 5. Neuauflage der Hochzeitsstudie wurden Brautpaare zu ihren Gefühlen, Erfahrungen und Einschätzungen hinsichtlich des Coronavirus befragt. Erhalten Sie hier den detaillierten Einblick.

Für alle Hochzeitspaare hat die kartenmacherei in einem Ratgeber zu Hochzeiten in Zeiten des Corona-Virus alle wichtigen Informationen zusammengestellt. Der Ratgeber wird regelmäßig aktualisiert und enthält viele Hilfestellungen und Antworten auf die Fragen betroffener Brautpaare. Für Paare, die sich entschlossen haben, ihre Hochzeit zu verschieben, hat die kartenmacherei spezielle „Change-the-Date“ Karten entworfen – so wird aus Enttäuschung verlängerte Vorfreude für alle Beteiligten.

Verschieben der Hochzeit wegen Corona

Hochzeit 2 mal verschieben – für 26 Prozent der Paare wird die Befürchtung zur Wirklichkeit

Der Antrag wurde gestellt, das „Ja“ ist gefallen, die Hochzeitseinladungen und Save-the-date Karten sind verschickt. Auf der hoch emotionalen Phase der Freude des Paares folgt die aufregende Phase der Planung des schönsten Tags im Leben. Doch durch Corona wurden viele ausgetüftelte und bis ins Detail ausgearbeitete Pläne über den Haufen geworfen.

Für 72 Prozent der Befragten hieß es, im letzten Jahr die Hochzeit mindestens einmal zu vertagen. Mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) musste die Hochzeit sogar zweimal verschieben. Ganz hart hat es zwei Prozent unserer Heiratswilligen getroffen. Ihr Wunschtermin wurde dreimal oder öfter abgeblasen.

Wie oft haben Sie Ihren Hochzeitstermin verschoben?

Winterhochzeiten

Frieren statt schwitzen: Hochzeiten vermehrt im Herbst und Winter geplant

Mai bis August zählen seit jeher zu den beliebtesten Hochzeitsmonaten. Auch das Jahr 2020 hielt mit dem Trend mit. 27 Prozent der Verlobten, deren Hochzeit in 2020 nicht stattfand, planten ihre Eheschließung ursprünglich im Juni 2020. Im Mai war für 16 Prozent der Paare der perfekte Tag eingeplant und für weitere 14 Prozent sollte sich der August in dem Familienstammbuch verewigen. Auch die 10 Prozent der Brautpaare, die ihre Hochzeit in den Juli gelegt hatten, mussten ihr Hochzeitsdatum mindestens auf 2021 verschieben und haben 2020 nicht geheiratet.

Wann hatten Sie Ihre Hochzeit ursprünglich im Jahr 2020 geplant?

Hochzeitssaison 2021

Hoffnung auf den Frühling

Damit der Traum der Sommerhochzeit nicht gänzlich ins Wasser fällt, haben 50 Prozent der Paare das Datum ihres großen Tages in die warmen Monate 2021 gelegt. Die ersten Hochzeiten sind in großer Hoffnung im Frühling geplant (sechs Prozent im März, sieben Prozent im April und 17 Prozent im Mai).

Auf welchen Termin werden Sie Ihre Hochzeit verschieben?

Gründe des Verschiebens

Unsicherheiten und Sorgen prägen Hochzeiten 2021

72 Prozent der Paare haben ihre Hochzeit aufgrund von Unsicherheit, ob die Hochzeit am geplanten Datum stattfinden kann, verschoben. Weitere Gründe für eine Verschiebung sind die Einhaltung von Hygienekonzepten und Abstandsregeln (66 Prozent). Knapp die Hälfte der Befragten kürzte die Gästeliste (47 Prozent) und hat daraufhin die Hochzeit vertagt.

Grund für Besorgnis bei 23 Prozent der Befragten stellt zusätzlich die Planungsunsicherheit bezüglich Dienstleistern (Fotografen, Catering etc.) dar. Finanzielle Unsicherheit ist hingegen nur für drei Prozent ein ausschlaggebendes Thema. Außerdem ist die Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus unter den Gästen eine Sorge für 7 Prozent der Befragten.

Warum haben Sie die Hochzeit in 2020 verschoben?

Location-Wahl während Corona

Wunsch-Location für jedes 10. Paar unerreichbar

Auch die Wahl der Hochzeitslocation blieb von den Corona-Auswirkungen nicht verschont. Drei Prozent der Paare mussten erneut auf Locationjagd gehen. Ihnen wurde aufgrund der Corona Einschränkungen die Location abgesagt. Insgesamt neun Prozent haben ihre ursprüngliche Location abgesagt und gegen eine kleinere getauscht. Wollte man nun seine Traumlocation für einen späteren Zeitpunkt reservieren, war diese für 11 Prozent der Paare zum neuen Termin nicht mehr verfügbar.

Hat sich Ihre Location-Wahl in Folge der Pandemie verändert?

Gefühlslage: Heiraten während Corona

Eine Achterbahn der Gefühle – 35 Prozent verspüren keine Freude mehr

Corona hat nicht nur Einfluss auf die Planung, sondern auch auf die Gefühlswelt der Paare. Verständlich, dass 60 Prozent der Heiratswilligen verunsichert und ängstlich sind. Stressbedingt verspüren 35 Prozent keine besondere Vorfreude mehr auf ihren großen Tag. Besonders erschütternd: Ganze zwei Prozent stellen nicht nur die Hochzeit, sondern sogar ihre Partnerwahl in Frage.

Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch: 34 Prozent der Befragten freuen sich nach wie vor auf ihre Hochzeit und möchten ihre Liebe feiern. Die pandemiebedingte Krisenzeit hat außerdem einige Paare gestärkt und noch näher zueinander gebracht. Acht Prozent sind sich jetzt noch sicherer, dass sie heiraten wollen.

Wenn Sie an Ihre Hochzeit denken: Hat die Pandemie etwas an Ihrem Gefühl verändert?*

Beziehungsdauer

Die meisten Paare heiraten nach drei bis sieben Jahren

Mit dem Heiraten lässt man sich in Deutschland Zeit. Erst nach drei bis sieben Jahren Partnerschaft wagen sich 43 Prozent der Befragten vor den Traualtar. Weitere 33 Prozent warten sieben bis fünfzehn Jahre und ein Prozent lässt sich sogar mehr als 15 Jahre Zeit. Bereits nach ein bis drei Jahren Partnerschaft heiraten rund 21 Prozent der Befragten. Eine Ehe, der weniger als ein Jahr Partnerschaft vorausging, schließen nur zwei Prozent aller Befragten.

Wie lange waren Sie ein Paar, bevor Sie geheiratet haben?

Kennenlernen

Internet und Dating-Apps sorgen für die große Liebe

Die meisten Ehepaare lernen sich über Freunde kennen. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Befragten findet über den Freundeskreis zueinander. Platz zwei belegen das Internet und Dating-Apps. Ganze 21 Prozent der Ehepaare finden auf diese Weise zueinander. Beim Feiern in einer Diskothek oder Bar lernten sich 13 Prozent der Paare kennen und rund 11 Prozent verliebten sich am Arbeitsplatz. Auch beim Ausüben eines gemeinsamen Hobbys oder im Verein sprühen die Funken – jeder Zehnte findet hier sein großes Glück.

Besonders früh wussten zehn Prozent der Befragten, wer der oder die Richtige ist: Sie trafen sich bereits in der Schule. Seit dem Sandkasten kennen sich nur zwei Prozent der Befragten und nur wenige Paare lernen sich über die Familie oder im Urlaub kennen (drei und ein Prozent).

Altersbedingte Unterschiede

Besonders Paare zwischen 36 und 40 Jahren suchen im Netz oder per App nach der großen Liebe

Je nach Altersgruppe lassen sich deutliche Unterschiede feststellen, wie Paare zueinander finden. Zwar sind Freunde in fast allen Altersgruppen der meistgenannte Faktor, dennoch nimmt deren Wichtigkeit bei der Partnerfindung mit zunehmendem Alter ab. Gerade ältere Paare finden vermehrt über das Internet oder Dating-Apps zueinander.

So treffen von den über 40-Jährigen durchschnittlich 35 Prozent online oder per App den Partner fürs Leben. Bei den 26- bis 30-Jährigen sind es mit durchschnittlich 16 Prozent deutlich weniger. Befragte zwischen 36 und 40 Jahren lernen sich sogar zu 43 Prozent online oder über eine Dating-App kennen, was dem höchsten Prozentwert aller Altersgruppen entspricht.

Wo haben Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin kennengelernt? *

Regionale Unterschiede

Hochzeitspaare aus Bayern lernen sich online kennen

In fast allen deutschen Bundesländern lernen sich den Umfrageergebnissen zufolge Ehepaare am häufigsten über Freunde kennen – in Bayern und Nordrhein-Westfalen sogar über ein Fünftel aller Befragten (22 und 20 Prozent). In Baden-Württemberg sind es immerhin noch 19 Prozent, in Niedersachsen und Hessen jeweils 11 und 10 Prozent.

In Rheinland-Pfalz helfen Freunde nur fünf Prozent der Paare in Sachen Liebe auf die Sprünge. Stattdessen lernt man sich am häufigsten schon im Sandkasten kennen (15 Prozent).

Gleichgeschlechtliche Paare

Homosexuelle Paare finden ihren Ehepartner im Internet oder per App

Für gleichgeschlechtliche Paare sind weiterhin das Internet und Dating-Apps eine der wichtigsten Quellen für das Liebesglück. Ganze 30 Prozent der Befragten haben auf diesem Wege zueinander gefunden. Etwas angestiegen im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl derjenigen, die über Freunde ihren Partner gefunden haben: Waren es 2020 29 Prozent, gaben 2021 33 Prozent an, ihr Glück im weiteren Freundeskreis gefunden zu haben.

Auch bei einem gemeinsamen Hobby treffen sich viele gleichgeschlechtliche Paare: 15 Prozent fanden auf diese Weise zueinander. Darüber hinaus begegneten sieben Prozent ihrer großen Liebe am Arbeitsplatz und weitere sieben Prozent auf einer Party, in der Disco oder Bar.

Wo haben Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin kennengelernt?*

Heiratsantrag

Ganze acht Prozent der Ehen werden ohne Heiratsantrag geschlossen

Beim Heiratsantrag bleibt Deutschland traditionell. So geht den Umfrageergebnissen zufolge in 89 Prozent der Fälle der Mann "auf die Knie", während in nur zwei Prozent der geschlossenen Ehen die Frau den Heiratsantrag macht.

Überraschend: Ganze acht Prozent der Ehen werden ohne Heiratsantrag im eigentlichen Sinne geschlossen.

Wer von Ihnen hat den Heiratsantrag gemacht?

Ort des Heiratsantrags

Zuhause werden die meisten Heiratsanträge gemacht

Zuhause ist es am schönsten – getreu diesem Motto werden 35 Prozent aller Heiratsanträge im trauten Heim gemacht. Auch der Urlaub ist mit 28 Prozent ein beliebter Anlass für den Kniefall, was weitere 11 Prozent mit „am Strand“ bestätigen. Beim Spazierengehen oder Wandern kommt es in 11 Prozent der Fälle zum Heiratsantrag, das Restaurant wählen nur zwei Prozent der Antragsteller. Sieben Prozent der Heiratsanträge werden darüber hinaus bei der gemeinsamen Städtereise gemacht und fünf Prozent der Befragten stellen die Frage aller Fragen im Hotelzimmer.

Wo wurde der Heiratsantrag gemacht?*

Liebe lieber ungewöhnlich

Die außergewöhnlichsten Heiratsanträge 2021

Den Heiratsantrag im Urlaub am Strand oder ganz klassisch im Restaurant? Das ist manchen Befragten offensichtlich zu „gewöhnlich“. Viele Antragsteller bewiesen große Kreativität und ließen sich für die alles entscheidende Frage ein ganz besonderes Setting einfallen. Hier die zehn ausgefallensten Heiratsanträge 2021:

Heiratsgründe

97 Prozent der Paare heiraten aus Liebe

All you need is love – so sehen es auch die Deutschen, wenn es ums Heiraten geht. 97 Prozent der Befragten geben an, dass die Ehe als Symbol für Liebe und Zusammengehörigkeit ein wichtiger bis sehr wichtiger Grund für die Hochzeit ist. Für 75 Prozent ist die Hochzeit zudem ein wichtiger Schritt in Sachen Familienplanung. Für 71 Prozent hat die Hochzeit zudem einen hohen traditionellen Wert.

Doch auch rationale Motive haben Einfluss auf die Entscheidung, den Bund der Ehe einzugehen. So sind rechtliche Vertretungsvollmachten für 55 Prozent ein wichtiger Heiratsgrund. Steuerliche Vorteile sind für 15 Prozent der Befragten ein wichtiger, für drei Prozent sogar ein sehr wichtiger Grund zu heiraten.

Religiöse Hintergründe spielen für 22 Prozent der Befragten nur eine untergeordnete Rolle, für 47 Prozent der Befragten sogar gar keine.

Welchen Einfluss hatten die nachfolgenden Gründe auf Ihre Entscheidung zu heiraten?*

Heiratsgründe nach Geschlecht

Besonders für Männer ist Tradition wichtig

Regionale Unterschiede

Aus diesen Gründen wird in den einzelnen Bundesländern geheiratet

Heiratsgründe in Zeiten der Corona-Pandemie

„Liebe kennt kein Datum“ sagen 53 Prozent der Paare

Der Grund, warum einige Paare sich auch trotz Corona - Pandemie nicht davon abschrecken ließen, den Bund der Ehe zu schließen war vor allem einer: Liebe kennt kein Datum (53 Prozent). Weitere 42 Prozent ließen sich nicht von der Pandemie abhalten und besiegeln ihre Liebe.

Klein oder nur zu zweit haben 18 Prozent der Paare schon vorab vereinbart zu heiraten und konnten ihre Hochzeit wie geplant durchführen. Unter Beachtung der bestimmten Hygienerichtlinien hat die Hälfte (52 Prozent) geheiratet. Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, wegen steuerlichen Gründen trotz Corona geheiratet zu haben.

Warum haben Sie 2020 trotz Corona geheiratet? *

Trauung

Freie Trauungen werden beliebter

2020 galt bei vielen Paaren das Motto: Hochzeit ja, Party nein. Zwar ist eine kirchliche Hochzeit mittlerweile auch ohne standesamtliche Trauung möglich, tatsächlich rechtskräftig ist jedoch nur der standesamtliche Ehebund. Dementsprechend entscheiden sich 94 Prozent der Befragten für eine standesamtliche Eheschließung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der kirchlichen Trauungen leicht gestiegen, von 15 Prozent auf 16 Prozent.

Der Trend einer (zusätzlichen) Trauung durch einen freien Redner setzt sich im Jahr 2021 fort. Mittlerweile entscheiden sich acht Prozent der Befragten für diese sehr persönliche und intime Art der Vermählung. Dazu hat ein Prozent der Befragten in ihrer Glaubensgemeinschaft geheiratet.

Wie haben Sie sich trauen lassen?*

Kirchliche und Freie Trauungen

Kirchliche Trauungen in Zeiten von Corona

Besonders hoch sind die Zahlen der kirchlichen Trauungen im Süden Deutschlands: In Nordrhein-Westfalen suchen 20 Prozent und in Bayern 19 Prozent der Studienteilnehmer Gottes Segen. Doch auch in Rheinland-Pfalz (20 Prozent), Baden-Württemberg (19 Prozent) oder im Ausland (17 Prozent) entscheiden sich viele Paare für den Gang in die Kirche. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Angaben jedoch stark gesunken. So gaben beispielsweise im Vorjahr 58 Prozent der Bayern und 53 Prozent der Baden-Württemberger an, sich kirchlich trauen zu lassen. Auch in anderen Bundesländern war der Anteil kirchlicher Hochzeiten deutlich höher. Ein Zeichen für den starken Einfluss von Corona auf die Hochzeitsgemeinschaft.

Besonders wenige kirchliche Eheschließungen gibt es in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit mussten 20 Prozent ihre kirchliche Trauung auf einen anderen Zeitpunkt verschieben.

Freie Trauungen sind besonders gefragt im Ausland (33 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (23 Prozent). In der Hauptstadt lassen sich ganze 11 Prozent von einem freien Redner vermählen. 10 Prozent mussten bundesweit ihre Freie Trauung verschieben.

Kirchliche und Freie Trauungen nach Bundesländern

Trauung

Die meisten Paare konnten 2020 trotz alledem ihre Liebe zelebrieren

Die meisten Paare konnten 2020 trotz alledem ihre Liebe zelebrieren. Besonders beliebt bei den nun schon Vermählten waren die Monate Juni (10 Prozent), Juli (11 Prozent), August (16 Prozent).

Weiße A-Linie ohne Ärmel, ein wenig Spitze mit passendem Schleier - das perfekte sommerliche Hochzeitsoutfit der Braut. Für 48 Prozent der Paare, die 2020 trotzdem geheiratet haben, hieß es Jacke einpacken: Sie heirateten in den kalten Monaten (September – Dezember 2020).

Wann haben Sie 2020 tatsächlich geheiratet?

Hochzeitsgäste

Kleine Hochzeiten - ganz groß

30 Prozent der Befragten mussten 2020 ihre kirchliche Hochzeitsfeier auf einen anderen Zeitpunkt verschieben. Im Vorjahr wurde noch groß gefeiert, 23 Prozent der Befragten luden 51 bis 75 Gäste zur Feier ein, dieses Jahr aufgrund der Geschehnisse nur 17 Prozent. 13 Prozent laden sogar 76 bis 100 Gäste zu ihrem großen Tag ein. Doch auch mit bis zu 150 Gästen feiern drei Prozent der Deutschen. Im Vergleich zum Vorjahr laden Hochzeitspaare somit durchschnittlich weniger Gäste dazu ein, den großen Tag gemeinsam zu zelebrieren.

Hochzeiten im kleinen Kreis, zu dem nur engste Familienangehörige oder Freunde eingeladen werden, waren der Trend der letzten Jahre. Praktischer Nebeneffekt dieser so genannten Microweddings: Die Kosten bleiben überschaubar. Die Zahl der kleinen Hochzeiten mit weniger als 25 Gästen ist gestiegen: 35 Prozent entschieden sich für eine Feier im kleinen Kreis, im Vorjahr waren es 13 Prozent. Anteilig dafür verantwortlich sind die besonderen Bestimmungen im Jahr 2020.

Mit wie vielen Personen haben Sie gefeiert?

Hochzeitsplanung

Herausforderungen

Das größte Kopfzerbrechen bereitete 91 Prozent der Paare, die 2020 geheiratet haben, die Frage, ob der geplante Termin tatsächlich stattfinden kann. Aber auch die Planungsunsicherheit hinsichtlich Dienstleister (Fotografen, Catering etc.) sowie das Kürzen der Gästeliste bescherten dem ein oder anderen Paar schlaflose Nächte (43 und 40 Prozent).

37 Prozent empfanden auch das Einhalten von Hygienekonzepten und der Abstandsregeln während der Hochzeit als Herausforderung. Als relativ kleines Hindernis hingegen wurde das Finden einer passenden Location (11 Prozent) empfunden. Die Finanzierung der Hochzeit ist für knapp fünf Prozent zu einer größeren Herausforderung bei der Hochzeitsplanung geworden.

Was waren für Sie die größten Herausforderungen, während der Corona Pandemie zu heiraten? *

Inspiration

Pinterest und Instagram sind Inspirationsquelle Nummer Eins

Bevor sich Braut und Bräutigam in die Hochzeitsplanung stürzen, wird recherchiert, welche Art von Hochzeit gefeiert wird. Es gilt unzählige Fragen zu klären: pompöses Prinzessinnenkleid oder lieber schlicht und elegant? Stilvolle Hochzeit im Restaurant oder ganz ungezwungen am Strand? Wie soll die Deko aussehen und was soll es zu essen geben? Doch längst sind Brautpaare mit diesen Fragen nicht mehr auf sich allein gestellt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren und Inspiration für die eigene Traumhochzeit zu finden.

In vielen Themenbereichen stellen die sozialen Netzwerke Pinterest und Instagram dabei die wichtigste Inspirationsquelle dar. 76 Prozent der Befragten pinnen sich Ideen auf ihre virtuellen Pinnwände. Das soziale Netzwerk ist somit in seiner Bedeutung für die Hochzeitsinspiration im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gewachsen. Instagram steht Pinterest in nichts nach – 76 Prozent der Paare scrollen durch ihren Feed, um Ideen für ihren perfekten Tag zu sammeln. Viele Paare suchen aber auch abseits von Internet und Social Media nach der Inspiration: So blättern 28 Prozent in Hochzeitsmagazinen und weitere 37 Prozent besuchen eine Hochzeitsmesse.

Großen Einfluss haben auch persönliche Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Verwandten (56 Prozent).

Brautkleid

40 Prozent bevorzugen klassische Brautkleider

Klassische, weiße, romantische Brautkleider mit Spitze sind weiterhin sehr beliebt unter den Bräuten (40 Prozent). Schlichte, modern-elegante oder crèmefarbene Brautkleider ziehen 28 Prozent der Befragten zum Tag der Tage an. 11 Prozent der Bräute haben in einem opulenten Prinzessinnenkleid geheiratet und fünf Prozent hatten kein Brautkleid.

Wie sieht / sah Ihr Brautkleid aus?

Wunsch-Location

Der beliebteste Ort für die Hochzeitsfeier ist das Restaurant

Beim Feiern darf das Essen nicht fehlen – diese deutsche Leidenschaft spiegelt sich mehr als deutlich in der Wahl der Wunschlocation wider. 30 Prozent der Befragten geben an, in einem Restaurant oder Gasthaus feiern zu wollen.

Passend zur aktuellen Lage möchten weitere 9 Prozent der Befragten bei sich zu Hause im Garten feiern. 14 Prozent würden am liebsten auf einem Bauernhof oder in einer Scheune feiern, weitere sieben Prozent auf einem Gutshof.

Eine Märchenhochzeit in einem Schloss wählen rund acht Prozent aller Paare, gefolgt von der Feier in einem Hotel (sieben Prozent) und fünf Prozent in der Natur, zum Beispiel am Strand, im Wald oder am See.

Wie sah Ihre Wunsch-Location aus?

Liebe lieber ungewöhnlich

Die außergewöhnlichsten Wunschlocations 2021

Eine Location ganz klassisch im Restaurant? Das ist manchen Befragten offensichtlich zu „gewöhnlich“. Viele Brautpaare bewiesen große Kreativität und ließen sich für das Ja-Wort ein ganz besonderes Setting einfallen. Hier die zehn ausgefallensten Wunschlocations:

Finanzierung

Mehr Paare finanzieren 2021 ihre Hochzeit selbst

Selbst ist der Mann – und auch die Frau. 93 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit zumindest zum Teil selbst finanziert zu haben, letztes Jahr waren es noch 92 Prozent. Etwa ein Fünftel (21 Prozent) erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung von den Eltern der Braut und 17 Prozent von den Eltern des Bräutigams.

Drei Prozent der Befragten waren bei der Finanzierung der Hochzeit auf einen Kredit angewiesen, mit dem sie für Location, Catering, Hochzeitskarten, Danksagungskarten und mehr aufkamen. Das sind vier Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

Wer hat bei Ihnen die Kosten der Hochzeit getragen? *

Kosten

19 Prozent investieren 10.000 bis 15.000 Euro

Den schönsten Tag im Leben lassen sich Brautpaare einiges kosten: 16 Prozent der Befragten geben an, zwischen 6.000 und 10.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben zu haben. Weitere 19 Prozent investieren sogar 10.000 bis 15.000 Euro in ihre Hochzeit.

Immerhin 37 Prozent der Befragten kommen auch mit einem Budget unter 6.000 Euro zurecht. Richtig krachen lassen es ca. sechs Prozent der Paare: Sie geben über 20.000 Euro für ihren besonderen Tag aus.

Würden Sie uns die Höhe Ihres Hochzeitsbudgets verraten?

Regionale Unterschiede

So viel wird in den Bundesländern für eine Hochzeit ausgegeben

Die Bewohner einiger Bundesländer geben für ihre Hochzeit deutlich mehr aus als der Rest Deutschlands: So investieren beispielsweise 3 Prozent der Baden-Württemberger und 3 Prozent der Bayern zwischen 15.000 und 20.000 Euro in ihren großen Tag.

Fahren Sie über die Karte für weitere Informationen.

Kostenfaktoren

Essen und Getränke sind der größte Kostenfaktor

Für das leibliche Wohl der Gäste muss gesorgt sein. Dementsprechend viel geben Hochzeitspaare für Essen und Getränke auf ihrer Feier aus: Ganze 35 Prozent investieren zwischen 500 und 2.000 Euro, weitere 30 Prozent sogar über 5.000 Euro. Für das Brautkleid geben 60 Prozent der Frauen zwischen 500 und 2.000 Euro aus. Für die Trauringe fallen bei 75 Prozent 500 bis 2.000 Euro an.

Ein weiterer hoher Kostenfaktor ist die Miete für die Hochzeitslocation. 18 Prozent der Befragten investieren zwischen 500 und 2.000 Euro, sieben Prozent sogar mehr als 5.000 Euro.

Verraten Sie uns, wie viel Sie für folgende Posten ausgegeben haben?


Finanzielle Einbußen

Corona und finanzielle Einbußen

Knapp die Hälfte aller befragten Paare hat aufgrund von Corona keine finanziellen Einbußen für ihre Hochzeit erfahren (49 Prozent). Ganz im Gegenteil – 9 Prozent gaben an, sogar bis zu 3.000 € gespart zu haben. 7 Prozent haben jedoch finanzielle Einbußen von bis zu 500 € gehabt.

6 Prozent hatten Verluste bis zu 1.000 € und bei 3 Prozent lagen die Einbußen sogar bei bis zu 3.000 €.

Hatten Sie auf Grund von Corona-Auswirkungen finanzielle Einbußen?

Dos & Don’ts

Ein Gast in Weiß ist für viele absolut tabu

Weiß ist die Farbe der Braut. Dementsprechend ist für 53 Prozent der Befragten ein Gast in einem weißen Kleid ein absolutes Tabu. Weitere 28 Prozent findet es zumindest schlimm, wenn ein Gast Weiß trägt. Doch nicht jede Braut möchte unbedingt die Einzige in Weiß sein. Ganze 17 Prozent der Befragten finden einen Hochzeitsgast in einem weißen Kleid durchaus akzeptabel, drei Prozent finden es sogar vollkommen in Ordnung.

Zudem möchten Brautpaare an ihrem großen Tag im Mittelpunkt stehen. So geben 84 Prozent der Befragten an, dass sie es als schlimm bis absolut tabu empfinden, wenn sich Gäste in den Vordergrund spielen. Auch Langeweile ist nicht gern gesehen: 80 Prozent der Deutschen finden es nicht in Ordnung, wenn die Gäste nicht tanzen und 73 Prozent ärgern sich über Gäste, die sich draußen tummeln und dadurch die Feierlichkeiten verpassen. Weiterhin empfinden über 66 Prozent der Befragten Reden, die Peinlichkeiten über die frisch Vermählten zum Besten geben, als schlimm bis absolut tabu.

Als weniger schlimm hingegen wird es empfunden, wenn Handyfotos gemacht und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram geteilt werden. 72 Prozent der Befragten finden dies mittlerweile akzeptabel oder völlig in Ordnung. Auch mit Gästen ohne Geschenk oder zu spät kommenden Gästen kann fast jeder zweite Befragte leben. Ebenso findet die Hälfte der Deutschen übermäßigen Alkoholkonsum verzeihbar.

Der Vergleich zeigt, dass Frauen und Männer ähnlich ticken beim Empfinden darüber, was auf einer Hochzeit tabu ist und was nicht. Dennoch gibt es einige kleine Unterschiede. Insbesondere auf einen Gast in Weiß reagieren Frauen allergisch: 81 Prozent der Befragten empfinden dies als schlimm bis absolut tabu, bei den Männern sind es nur 57 Prozent. Ein deutlicher Unterschied besteht jedoch bei nicht tanzenden Gästen: 79 Prozent der Frauen finden dies schlimm bis absolut tabu, bei den Männern sind es sogar 89 Prozent.

Besonders gestört fühlen sich Frauen und Männer von Gästen, die sich in den Vordergrund drängen: 92 Prozent der Männer und 52 Prozent der Frauen stößt so ein Verhalten sauer auf.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

So unterschiedlich sehen Männer und Frauen die Hochzeitstabus

Was sind Ihrer Meinung nach absolute Tabus auf einer Hochzeit und wo können Sie beide Augen zudrücken?


Flitterwochen

Jedes zweite Paar verschiebt die Hochzeitsreise

Nach dem Trubel der Hochzeit freuen sich viele Frischvermählte auf die wohlverdienten Flitterwochen. Doch nicht jedes Paar startet nach der Hochzeit in den Urlaub. Wegen Corona mussten 24 Prozent der Hochzeitspaare die Flitterwochen streichen. Über 52 Prozent haben die Flitterwochen zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben. Ganze 11 Prozent der Befragten geben an, keine Flitterwochen geplant zu haben.

Planen Sie eine Hochzeitsreise?

Über die Studie

So heiratet Deutschland 2021

Untersuchungsgegenstand: Die Studie „So heiratet Deutschland“ bildet den Status Quo bezüglich Hochzeiten in Deutschland ab. Ermittelt wird, wie eine durchschnittliche Hochzeit aussieht, was Paare bereit sind zu investieren, u.v.m. Hierfür wurden verheiratete Personen zu ausgewählten Themengebieten rund um den großen Tag und ihre Stimmungslage in Corona Zeiten befragt. Die Studie wurde 2017 das erste Mal durchgeführt und wird seitdem jährlich wiederholt.

Stichprobe: Befragt wurden 1.653 StudienteilnehmerInnen aus Gesamtdeutschland.

Befragungsmethode: Online-Umfrage

Befragungszeitraum: 23.12.2020-05.01.2021

Verwendung der Studienergebnisse: Alle Ergebnisse und Grafiken der Studie können kostenfrei genutzt werden. Bei Verwendung ist die kartenmacherei als Urheber kenntlich zu machen.

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