Eheversprechen

Eheversprechen: So wird dein Gelöbnis zu einem romantischen Highlight deiner Hochzeit

Pin It

Du willst mehr als nur “Ja” sagen? Ein Eheversprechen bietet dir die Möglichkeit, deiner Liebe in besonderer Art und Weise Ausdruck zu verleihen.

Ein Eheversprechen muss in erster Linie persönlich sein. Im besten Fall kommt es aus tiefstem Herzen. Du solltest deinen Gefühlen freien Lauf lassen und dein Ehegelöbnis gleichzeitig auf wenige Sätze beschränken. Die eigenen Gefühle derart auf den Punkt zu bringen, ist keine leichte Aufgabe. Und dennoch: Ein Eheversprechen ist eine tolle Möglichkeit, deiner Trauung eine persönliche Note zu verleihen. Worauf du beim Schreiben deines Gelöbnisses besonders achten solltest und wie du es am besten vorbereitest, verraten wir dir hier.

Wann wird ein Eheversprechen vorgetragen?

Ob im Standesamt, vor dem Altar in einer Kirche oder auch im Rahmen einer freien Trauung – ein Ehegelöbnis ist stets direkt an den Akt der Vermählung geknüpft. Ihr Eheversprechen geben sich Brautpaare traditionell nach dem Jawort und bevor sie sich gegenseitig die Trauringe anstecken. Dies grenzt ein Ehegelöbnis beispielsweise von einer Hochzeitsrede ab. Anders als eine solche ist ein Eheversprechen primär an den zukünftigen Ehepartner gerichtet – und nicht gleichzeitig an die gesamte Hochzeitsgesellschaft. Es ist eine Art Präzisierung für das “Ja, ich will” und – wie der Name schon sagt – ein Versprechen, das du deinem zukünftigen Ehepartner mit auf den Weg gibst.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Konfettimoment | Traurednerin (@konfettimoment) am

Vorbereitung auf das Eheversprechen

Eine gute Vorbereitung ist bei Hochzeiten das A und O. Das trifft ebenfalls auf das Eheversprechen zu. Obwohl es sich dabei im Idealfall um eine kurze, präzise Ansprache handelt, solltest du unbedingt genügend Zeit einplanen, um dieses zu verfassen. Oft ist es viel schwerer, Gefühle in nur wenigen Worten sicher auf den Punkt zu bringen, als lange Reden zu schwingen.

Bevor du mit dem Schreiben deines Ehegelübdes beginnst, solltest du allein aus organisatorischen Gründen zunächst mit dem zuständigen Priester oder freien Theologen sprechen, der euch am Hochzeitstag trauen wird. Besonders in katholischen Hochzeitsgottesdiensten ist es wichtig, diese Dinge abzusprechen. Noch heute folgen katholische Gottesdienste oft einer festen Ordnung, die manchmal nur sehr schwer zu durchbrechen ist.

Tipp: Falls dein Eheversprechen eine Überraschung für deinen Partner werden soll, musst du ihn natürlich nicht in deinen Plan einweihen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Frau Pi 🌺 Freie Traurednerin (@fraupi_) am

Wie lang sollte ein Eheversprechen sein?

Ein Eheversprechen kann zum romantischsten Teil einer Hochzeit werden – und gleichzeitig solltest du ihm nicht zu viel Raum geben. Traditionell handelt es sich um eine kurze Ansprache von rund einer Minute. 150 Wörter sollten genügen, um zu formulieren, wie du dir deine Zukunft mit deinem Ehepartner vorstellst.

Ein Eheversprechen schreiben

Mit dem Schreiben deines Eheversprechens beginnst du am besten, indem du dir zunächst alles notierst, was dir zu den Themen Liebe, Partnerschaft und Ehe einfällt. Stichwortartige Notizen reichen dabei völlig aus.

Außerdem kannst du dir Antworten auf diese persönlichen Fragen überlegen:

  • Was liebst du an deinem Partner?
  • Wieso habt ihr euch entschieden zu heiraten?
  • Was macht eure Liebe und Partnerschaft so besonders?
  • Was vermisst du am meisten, wenn dein Partner mal nicht da ist?
  • Wie stellst du dir eure gemeinsame Zukunft in der Ehe vor?
  • Worauf freust du dich in der Ehe am meisten?

Tipp: Führst du ein Tagebuch? Falls ja, blättere darin und erinnere dich so an besondere Momente in eurer Beziehung zurück. Gleiches funktioniert auch super mit Fotoalben.

Der richtige Einstieg für ein Eheversprechen

Für den Einstieg eines Ehegelübdes gibt es klassischerweise drei Arten:

  • Persönliche Anekdoten aus dem gemeinsamen Leben mit dem Partner sind eine schöne Form, bei der Trauung an besondere gemeinsame Momente zu erinnern. Viele Paare wählen hier den Moment ihres Kennenlernens.
  • Zitate von berühmten Persönlichkeiten mit Bezug zur Partnerschaft
  • Wortwörtlich direkt mit den Worten “Hiermit verspreche ich dir …”

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Nicki Schäfer | Lichtmädchen (@lichtmaedchen_fotografie) am

Passende Formulierungen für das Eheversprechen finden

Die meisten Paare versprechen sich in ihren Ehegelübden, bis zum Tod füreinander da zu sein, in guten wie in schlechten Zeiten, bei Gesundheit wie bei Krankheit. In deinem Eheversprechen kannst du all das auch unterbringen, am besten jedoch in deinen eigenen Worten. Außerdem gilt: Finde einfache Worte und schreibe sie so auf, wie du sie vor dem Altar auch sprechen würdest. Achte darauf, Klischees zu vermeiden und nicht zu schnulzig zu sein – nur so wirkt das Gelöbnis auch authentisch.

Ein Beispiel für gelungene Formulierungen findest du hier:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Vika 🌿 (@its_me_mrst) am

Das Eheversprechen vortragen

Hast du dein Eheversprechen erst einmal fertig geschrieben, ist ein großer und wichtiger Teil bereits geschafft. Dennoch kommt es vor allem auf dessen Vortrag an. Hier heißt es zunächst: üben, üben, üben. Sprich dir dein Ehegelübde am besten mehrmals laut vor und ändere Formulierungen, die dir beim Sprechen holprig erscheinen. Du musst es am Hochzeitstag außerdem keinesfalls komplett frei vorbringen. Mach dir am besten einen kleinen Zettel mit Notizen, auf den du während des Vortragens immer wieder kurz blicken kannst. Grundsätzlich solltest du allerdings versuchen, immer wieder Augenkontakt mit deinem Partner zu halten.

Das Eheversprechen gehört zu den schwierigen Aufgaben bei einer Hochzeit. Hältst du dich an ein paar wenige Tipps, kann es jedoch auch den entscheidenden romantischen Moment bei deiner Trauung ausmachen. Kurzum: Die Mühe lohnt sich – und zwar langfristig! Denn auch während deiner Ehe können die Ehegelübde immer wieder dazu dienen, sich an die Anfänge der Ehe zurückzuerinnern und darauf zu besinnen, weshalb man die Ehe einmal eingegangen ist.

Headerbild: ©iStock/hxyume